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Gruber+Weber / Kronospan > Pressespiegel

KE vom 27.09.2001

Produktionsaufnahme ohne Sanierung ?

Gewerbeaufsichtsamt informiert sich bei SLiM e.V.

Der Hauptaugenmerk der Aktivitäten der SLiM e.V. ist derzeit auf die angekündigte Wiederaufnahme der Spanplattenproduktion im Oktober gerichtet. Für die betroffenen Bürger und die Initiative SLiM e.V. ist es ein Erfolg, dass Kronospan, entgegen seiner Wunschvorstellung, auf eine neue Großanlage zu gehen, nun "kleinere Brötchen backen" und zunächst mit der Altanlage und damit einer kleineren Produktions- und Abgasmenge arbeiten muss.

Das darf Kronospan allerdings nur dann, wenn die Anlage umweltgerecht nachgerüstet ist, woran SLiM e.V. erhebliche Zweifel hat:

  • Sind die Sanierungsauflagen, welche dem Vorbetreiber Gruber&Weber bereits im Jahre 1996 mit Sofortvollzug auferlegt wurden, wirklich alle erfüllt?
  • Sind die technischen Nachrüstungen der Filteranlage, welche bis zum März 2001 einzubauen waren, zwischenzeitlich umgesetzt?

Mit offenen Karten spielen

Kronospan hatte seit der Schließung des Werkes im März genug Zeit, alle diese Auflagen 100°/ig zu erfüllen, wenn man es denn mit einer "guten Zusammenarbeit" wirklich ernst meint. Klarheit für die Bevölkerung wird erst eine Werksbesichtigung der Behörden mit öffentlicher Beteiligung schaffen. SLiM e.V. hat schon mehrfach angeboten, an einer solchen Werksbesichtigung teilzunehmen, um danach in gemeinsamer Diskussion alle Fragen offen zu besprechen.

Das Gewerbeaufsichtsamt und das Landratsamt haben nun einen ersten Gesprächstermin bestätigt, um sich über die Argumente und Hinweise der Arbeitskreise "Technik" und "Recht" der SLiM e.V. umfassend zu informieren. Damit haben die Genehmigungsbehörden den gegenseitigen offenen und fairen Informationsaustausch angenommen.

Die Rolle Kronospans bleibt dagegen weiter unklar. Wenn es dem Unternehmen an einer "guten Nachbarschaft" gelegen ist, warum behinderte Kronospan die Akteneinsicht für die Angrenzer, gibt der Bevölkerung keine nachvollziehbaren Antworten auf Ausbauanträge und informiert nicht über die wahren Ziele des Werksausbaus? Wo bleibt das seit einiger Zeit angekündigte Gutachten zur Umweltbelastung? Warum lädt Kronospan die Kritiker nicht zu einer Besichtigung auf das Werksgelände ein, um offen zu informieren?

Unterstützung durch hochrangige Politiker

Für SLiM e.V. ist es ein weiterer Erfolg, dass sich auch hochrangige Politiker wie der Innenminister von Baden-Württemberg, Dr. Thomas Schäuble, sowie die Bundestagsabgeordnete Nicolette Kressl und der Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann für die Einwände der SLiM gegen das Spanplattenwerk interessieren und einen Ortstermin in Bischweier wahrnahmen. Unisono stießen die Argumente der SLiM auf größte Aufmerksamkeit und die Zusage dieser Politiker, sich im Interesse der betroffenen Bevölkerung für die berechtigten Forderungen im Bezug auf die Sanierung beim Landratsamt einzusetzen.

 

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