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/ Kronospan > Pressespiegel
BT vom
31.08.2001
Bürgerinitiative SLiM entwarf Transparente und sogar ein Anti-Kronospan-Lied
Plakativer
Protest gegen Platten
Bischweier (heck) - Eine mögliche Rückrufaktion
für vergiftetes Obst aus dem Kirschendorf ist eines von mehreren Szenarien,
die von der Bürgeraktion SLiM jetzt im wahrsten Sinne des Wortes in plakativen
Protest gegen das Spanplattenwerk von Kronospan verwandelt wurden.
Vor der Gemeinderatssitzung
am Mittwoch präsentierten Mitglieder der Bewegung vor der als Tagungsort
dienenden Grundschule eine Reihe von druckfrischen Plakaten, die eine professionelle
Handschrift zeigen und auf drastische wie anschauliche Weise die befürchteten
Gefahren illustrieren, die nach Meinung von SLiM von der Fabrik ausgehen könnten.
Der Widerstand gegen das Unternehmen zeitigt lebhafte Kreativität, wie
an weiteren Beispielen festzustellen war. Unter den schätzungsweise annähernd
150 Besuchern der Zusammenkunft wurden nämlich auch musikalische Protestnoten
verteilt. Zum Beispiel wurde ein Text gedichtet, der zu der Melodie von "Glory,
Glory, Halleluja" zu singen sei, von "Spannweier" handelt und
vom Wunsch nach freiem Atmen "ohne Span-plat-ten-fab-rik". Laut
Flugblatt handelt es sich hierbei um "das Musiklogo der SLiM".
Ausführlich
hat man sich des Weiteren mit einer Neufassung des Badner Lieds befasst. In
dieser soll nun nach der beibehaltenen originalen ersten Strophe in der zweiten
gepriesen werden, wie "die Murg durch Badens Mitte fließt"
und dafür gesorgt werden müsse, "dass schlechte Luft sich hier
nicht staut, nicht staut". Im Refrain wird selbst der Herr im Himmel
um Beistand angefleht.
Während der
Gemeinderatssitzung wurden diese neuen Volkslieder-Versionen nicht angestimmt,
danach aber durfte eine Slim-Sängerrunde ihr Badner Lied in die Mikrofone
zweier Rundfunksender schmettern, die den Kampf im Kirschendorf in ihr Programm
genommen haben.
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