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Gruber+Weber
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BT vom
08.09.2001 (Dieter Giese)
Bei
Kronospan ist Kurzzeitbeschichtung angelaufen /
Mitte Oktober Spanplattenproduktion / Werkleiter:
"Wir
wollen sanieren, dürfen aber nicht"
Bischweier (dg) - Vollzug meldete gestern Steffen Griffel. "Seit Beginn
der Woche arbeiten wir im Kurzzeitbeschichtungsbetrieb", sagte der Leiter
des Kronospan-Werks in Bischweier, der in gleicher Funktion schon bei Gruber
+ Weber an Bord war, im Rahmen eines Pressegesprächs. Im Moment ist im
Spanplattenwerk eine Schicht an einer Anlage besetzt. Die "veredelt"
Spanplatten, die aus dem tschechischen Kronospan-Werk Jihlova angeliefert
werden. "Mitte Oktober", zeigte sich Griffel überzeugt, soll
es dann aber richtig ernst werden im Spanplattenwerk Bischweier und die alte
Anlage wieder hoch gefahren werden.
Die Arbeit hält
sich momentan zumindest in der Produktion bei Kronospan Bischweier noch in
Grenzen. Schließlich sind gerade mal acht Mitarbeiter im Werk, und die
beschichten in einer Woche 2500 Spanplatten.
Probleme beim Thema
Spanplatten-Produktion sieht Griffel nicht auf Kronospan zukommen: "Das
Werk war nie stillgelegt, es hat nur eine Ruhepause hinter sich. Das ist keine
Inbetriebnahme, wir haben eine laufende Genehmigung. Für dieses Werk
gibt es eine Genehmigung."
Auch die Einwände,
die von der Bürgerinitiative vorgebracht worden seien, greifen laut Griffel
nicht. "Das ist eine verdammt komplexe Thematik, die nicht so einfach
zu durchsteigen ist, auch wenn manche das glauben", sagte Griffel und
meinte die Bürgerinitiative Slim. Der Werkleiter machte das an den Themen
Staub und Geruch fest. Da werden dauernde Messungen gefordert, aber das sei
"technisch nicht möglich". Die Firma Kronospan orientiere sich
an den gesetzlichen Gegebenheiten, wobei man nicht verhehle, dass es Emissionen
gibt: "Aber auch Daimler-Chrysler in Gaggenau ist ein Emittent",
unterstrich Griffel. Die Kronospan halte sich an Gesetze und bewege sich in
dem Rahmen, den der Gesetzgeber zugestehe. "In diesen Grenzen muss man
aber einen Betrieb auch sich bewegen lassen", forderte Griffel.
Der Werkleiter griff gestern morgen auch das Thema Sanierung auf. Er erinnerte
daran, dass bei Gruber + Weber noch im September 2000 eine Lärmmessung
während des Betriebs durchgeführt worden sei. Diese Messung habe
eine relativ geringe Überschreitung ergeben. Diese Überschreitung
hätte man mit einer baulichen Veränderung beseitigen können,
doch der Bauantrag dafür sei von der Gemeinde abgelehnt worden. "Wir
wollen sanieren, aber wir dürfen nicht." Auch beim Thema Filter
habe man sich keine Versäumnisse vorzuwerfen, unterstrich Griffel: Messungen
im Normalbetrieb von TÜV und Umeg hätten ergeben, dass die geforderten
Geruchswerte eingehalten werden: "Das ist der Behörde, und das ist
der Gemeinde bekannt", sagte Griffel, der am Dienstag das Umweltamt zu
Besuch hatte. Ähnliches gelte für die Pressenabluft und die Staubbelastung.
"Die Forderungen sind erfüllt, seit Jahren schon", betonte
Griffel: "Alle Sanierungsmaßgaben sind erfüllt. Alle anderen
Forderungen ergeben sich nur aus den Erweiterungsmaßnahmen."
Noch nicht abgeschlossen
ist für Griffel und die Kronospan die rechtliche Auseinandersetzung mit
der Bürgerinitiative "Saubere Luft im Murgtal" (SLiM). "Wir
geben uns große Mühe und werden das alles sachlich aufbereiten.
Das Gutachten ist fast fertig und wird nächste Woche vorgelegt",
sagte Griffel. Als "Hürde, die man überspringen muss",
bezeichnete Griffel die von Bischweier beschlossenen Änderungen des Bebauungsplans.
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