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Leserbrief
von Thomas Duhlich, Bischweier
Badische Neueste Nachrichten vom 26. Juni 2001
Hat
Kronospans Druck auf den Gemeinderat von Bischweier nun doch Wirkung gezeigt?
Der Bürgermeister scheint derzeit unentschlossen, schwankt zwischen Resignation
und Ablehnung, fürchtet mögliche Schadensersatzansprüche, verweist
auf Rechtspositionen und bestehende Genehmigungen und sieht die Chance, künftig
beim Spanplattenwerk mitzureden, schwinden.
Aber gibt es wirklich
Grund zur Resignation? Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Seit dem 1.April
herrscht trotz aller vollmundigen Ankündigungen Produktionsruhe im ehemaligen
Spanplattenwerk. Kein Personal ist eingestellt, keine Maschine läuft
- und das soll nach meinen Informationen mindestens bis zum Herbst so bleiben.
Kronospan ist also faktisch nicht da!
Dass Kronospan
auf die bauplanungsrechtlichen Schritte der Gemeinde noch nicht reagiert hat,
ist aus Sicht der besorgten Einwohner ermutigend. Die gekauften Genehmigungen
beruhen auf einem alten Sparkonzept (Mitbenutzen einer Uraltpresse zuzüglich
einer weiteren Presse mittlerer Kapazität) von Gruber und Weber. Erst
kürzlich hat Kronospan eingeräumt, doch lieber eine einzige grosse
Presse benutzen zu wollen. Das decken die alten Genehmigungen aber nicht ab
und beim Landratsamt ist noch kein neuer Antrag gestellt worden.
Auf den Punkt gebracht:
So rosig sieht es für Kronspan gar nicht aus! Deshalb wahrscheinlich
auch deren zögerliches Abwarten, Widersprüchliches zum Wiederanfahren
der Beschichtung, zum Flächenbedarf etc. Die Bevölkerung und die
Gemeindeverwaltung hat bei - Geschlossenheit vorausgesetzt - nach wie vor
die Chance , ihr Ziel ,saubere Luft und gesundes Wohnen in Bischweier und
Umgebung' zu erreichen.
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