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Cuppamare
Das
Cuppamare - eine Erfolgsgeschichte
Offiziell wurde
das Cuppamare am 4. August 1978 mit einem (bürger-)meisterlichen Kopfsprung
von Alfred Bachofer (heute OB in Nürtingen)
eingeweiht. Damit ging ein vierzigjähriger Traum nach einem eigenen Bad
in Erfüllung. Erste Erdbewegungen fanden bereits viele Jahre früher
im Krebsbachtal statt. Ein Freibad entstand daraus jedoch nicht.
Das
interessanteste Bad in Mittelbaden
Die Bad-Konzeption
in Kuppenheim hat sich in den vergangenen 20 Jahren bewährt. Während
andere Gemeinden entweder ein Sommerbad (Freibad) oder eine Schwimmhalle bauten,
leistete sich Kuppenheim damals ein attraktives, ganzjährig nutzbares
Badezentrum. Durch dieses in Mittelbaden einmalige Angebot konnte der Einzugsbereich
wesentlich erweitert werden. Viele Badegäste kommen auch heute noch selbst
von der anderen Rheinseite, vom nördlichen Elsass.
Konkurrenz
macht dem Cuppamare zu schaffen
Besuchten in den Anfangsjahren etwa 200.000 Gäste das Cuppamare, so ging
die Zahl Ende der 90er Jahre auf knapp 150.000 zurück. Die Gründe
waren die zunehmende Konkurrenz
- Alohra
- Rastatter
Freibad
- Montana (Forbach)
- Rotherma
- Caracalla
- Durmersheimer
Freibad
- Hardbergbad
Baden-Baden
- Gernsbacher
Freibad im Igenbachtal
- sowie die
ungünstigen klimatischen Verhältnisse wegen der Dachkonstruktion
(hohe Luftfeuchtigkeit, enorme Lautstärke).
SPD
seit Jahren für Alternativen und Gesamtkonzept
Nicht erst zur Kommunalwahl 1999 forderte die Kuppenheimer SPD eine Schubladenplanung
(Vorratsplanung) für den Tag X, wenn einmal des Cuppamare-Zeltdach in
sich zusammenfallen oder gänzlich unbrauchbar werden würde. Leider
griff die Stadtverwaltung diese wiederholt vorgetragenen Anregungen nicht
auf, was die Verantwortlichen später dann in große Kamalitäten
brachte. Auch Stadtkämmerer Siegfried Walz bemühte sich bereits
vor etlichen Jahren, während er sich noch im Dienst befand, um Alternativen
für das ehemalige Problemdach des Cuppamare, wurde jedoch vom Kuppenheimer
Bürgermeister zurückgepfiffen.
Erwähnenswert
ist die Tatsache, dass die Stadtverwaltungen Forderungen der Kuppenheimer
SPD aufgriff und (wenn auch zu wenig) in das Cuppamare investierte. Die neue
Chlorgasanlage und die neue Heizung kosteten mehr als eine Million Mark, Investitionen,
die langfristig gut angelegt sind und ins Gesamtkonzept des Cuppamare passen.
CDU-Kreise
ehemals für den Abriss des Hallenbades
Immerhin stand
die Stadtverwaltung Kuppenheim all die Jahre zum Cuppamare, obwohl von politischer
Seite, insbesondere der CDU Kuppenheim, immer wieder die Schließung
des Hallenbades zur Diskussion gestellt wurde. Erst nach einer CDU-Umfrage
bei der Kuppenheimer Bevölkerung , die die Beibehaltung des Allwetterbades
zu Tage förderte, verstummten die "Schließungsforderungen"
der Kuppenheimer Christdemokraten.
Die
Wende kam mit "Lothar" - Gerhard Heinz schafft sein "Meisterwerk"
Vielleicht war der Sturm "Lothar" ein Geschenk des Himmels, zumindest
für das Cuppamare. Er zerstörte das ehe schon marode gewordene Zeltdach.
Der Weg war frei, auch Dank der Versicherungsleistungen. Es gelang dem Kuppenheimer
Stadtbaumeister Gerhard Heinz in Verbindung mit der Firma Schaffitzel
aus Schwäbisch Hall, ein neues Dach auf das vorhandene Becken zu setzen,
zu angemessenen Kosten und in einem gänzlich neuen Stil. Ein Glück
für Kuppenheim, dass sich der Stadtbaumeister gegen die anfänglichen
Bedenken von Bürgermeister Werner Trauthwein durchsetzen und mit Unterstützung
des Gemeinderats die neue Badkonzeption realisieren konnte.
Durch den unermüdlichen
Einsatz von Gerhard Heinz, der weit über sein eigentliches Arbeitsgebiet
hinausging, konnten Bau- bzw. Renovierungszeiten eingehalten und die Kosten
im vorgesehenen Rahmen begrenzt werden. Auch Probleme mit der Statik bekam
der Stadtbaumeister in den Griff, so dass er insgesamt mehrere hunderttausend
Mark für die Stadt Kuppenheim und seinen Bürgern einsparte.
Landrat
Hudelmeier: "Cuppamare, das schönste Bad Mittelbadens!"
Seither präsentiert
sich das Cuppamare von seiner besten Seite. Eine helle. lichtdurchflutete
Halle, in freundlichen und natürlichen Farben gehalten, versetzt den
Badegast nahezu in einen japanischen Badetempel. Eine gänzliche Erneuerung
- des Umkleidetraktes
- des Sanitärbereichs
- der Bewirtungstheke
- der Solarium-Anlage
und
- der Bademeisterkabine
erwecken den Eindruck,
dass Kuppenheim ein neues Bad erhalten hat. An warmen Tagen können Seitentüren
geöffnet werden. Die Hallenluft empfinden Gäste nunmehr als angenehm.
Auch der Lärmpegel hält sich in Grenzen.
Das
Cuppamare hat Zukunft
Die Besucherzahlen
ziehen wieder an. Die Zahlen von 1999 werden mit Sicherheit übertroffen.
Bereits in den ersten neun Monaten während des diesjährigen Badebetriebes
(Februar bis September 2001) zählte die Stadt rund 122.000 Besucher,
die vielen Kinder unter vier Jahren (kostenloser Zutritt) und all die Schüler
(Schwimmunterricht) nicht miteingerechnet. Es gibt kaum noch einen unzufriedenen
Badegast. Die Bademeister können davon berichten, dass viele Badende
und Erholungssuchende das Cuppamare loben,
- wegen seiner
Konstruktion
- des warmen
Wassers
- des Wellenbades
- der großzügigen
Liegeflächen
- der kinderfreundlichen
Einrichtungen
- der wunderschönen
Natur rings um das Bad
- der vielen
großzügigen Parkplätze und
- der guten
Erreichbarkeit.
Das
Cuppamare belastet das Stadtsäckel
Das Kuppenheimer
Allwetterbad hat jedoch seinen Preis. So muss die Stadt jedes Jahr mehrere
hunderttausend Mark zuschießen, zuzüglich einer großen Summe
an Abschreibungen. Und um die Attraktivität des Cuppamare aufrechtzuerhalten,
sind in den kommenden Jahren weitere größere Investitionen nötig.
Die Vorteile liegen dennoch auf der Hand:
- Die Bevölkerung
aus Kuppenheim, Oberndorf und der näheren Umgebung hat ein wunderschönes
Bad direkt vor ihrer Haustür, ohne lange Wege auf sich nehmen zu
müssen und viel Fahrzeit zu verlieren.
- Der Schulsport
nutzt häufig das Bad. Favoriteschule, die alte Schule und die Grundschule
Oberndorf sind neben der Realschule froh, dass es das Cuppamare gibt.
Selbst die Kindergärten von Kuppenheim und Oberndorf beziehen das
Cuppamare in ihren Lehrplan mit ein. Es gibt bei uns nahezu keine Kinder
mehr, die nicht Schwimmen können.
- Für
viele ältere Menschen ist das Kuppenheimer Bad nicht mehr wegzudenken.
Christa Wandlers (Katholische Frauen Gemeinschaft, KFG) Wassergymnastik
für Seniorinnen und Senioren sind der Renner.
- Das Allwetterbad
stellt einen Wirtschaftsfaktor dar. Es werden Umsätze getätigt,
und es fallen Steuern an.
- Darüber
hinaus unterhält das Bad Arbeitsplätze, ein nicht unwesentlicher
Faktor unserer Sozialen Marktwirtschaft.
Oktober 2001
Heinz Wolf, SPD-Stadtrat
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