Themen
Agenda 21
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Schritte und Grundregeln zur
Lokalen Agenda 21 "Kuppenheim 2000"
1.
Gemeinsames Vorgehen von Anfang an
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| Fichtental: Wald, Waldweg und Wiesen wechseln sich ab |
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Die Lokale Agenda
"Kuppenheim 2000" oder "Kuppenheim 21" (mögliche
Namen der Agenda) beruht auf der engen Zusammenarbeit von:
- Gemeinderat
- Stadtverwaltung
- Schulen und
Kindergärten
- Kirchlichen
Organisationen
- Vereinen
- Eine-Welt-Vereinigungen
- Bürgerinitiativen
und
- interessierten
Bürgern.
Die verschiedenen
Akteure aus Kuppenheim und Oberndorf sollten frühzeitig in den Agenda-Prozess
einbezogen werden.
2.
Bestandsaufnahme
Die Lokale Agenda
fängt nicht bei Null an. Es gibt schon viele Aktivitäten in Kuppenheim
und Oberndorf, die aufgegriffen und als "Bausteine" in ein umfassendes
"Gesamtkonzept" eingefügt und weiterentwickelt werden können.
Beispiele für Aktivitäten in diesem Sinne:
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| Buchenwald |
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Parteien (z.B.
Wahlprogramme und Beschlüsse im Gemeinderat dazu)
- Vereine (z.B.
Archivpflege des Historischen Vereins)
- Bürgerinitiativen
(z.B. BITIK: Demonstrationen bei Großprojekten)
- Bürgerengagement
(Baumpflanzaktionen)
- Gemeinderat
(Wiederbelebung der Innenstadt)
- Stadtverwaltung
(Vorschläge zur Erhaltung des Freizeitwertes = Cuppamare)
- Kirchen (Nachbarschaftshilfe)
Die Liste ließe
sich noch um viele Gruppierungen und Aktivitäten erweitern.
Die Bestandsaufnahme
bietet die Chance, Defizite zu erkennen und zu beheben. So bildet die Agenda
einen umfassenden Rahmen für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft von
Kuppenheim und Oberndorf.
3.
Die Öffentlichkeit ständig informieren
Es gilt von Anfang
an und umfassend die Bevölkerung über die lokale Agenda zu informieren.
Der Begriff "Agenda" muss den Bürgern mit plastischen Beispielen
vermittelt werden. Die örtliche Presse, das Kommunal-Echo und die Kuppenheimer
Internet-Seiten sind entsprechend einzusetzen. Ein eigenes Agenda-Logo könnte
eventuell mit Kunsterziehern und Schülern erarbeitet werden.
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| Waldweg mit Nutzholz |
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4.
Der gelungene Auftakt
Die Auftaktveranstaltung
als offizieller Startschuss der Lokalen Agenda sollte abwechslungsreich und
interessant gestaltet werden. Kulturelle Beiträge könnten zur Auflockerung
beitragen. Durch einen "Markt der Möglichkeiten" würde
es Gruppen ermöglicht, Beiträge vorzustellen. Eine Kartenaktion
oder Fragenbogenerhebung ließen erste Themenschwerpunkte feststellen.
An diesem Eröffnungsauftakt (eventuell anlässlich der Einweihung
des neuen Rathauses und des Friedensplatzes im kommenden Jahr) sollten auch
konkrete Mitarbeitsangebote für Arbeitskreise gemacht werden, z.B.
- Arbeitskreis
Verkehr - Wirtschaft -Umwelt - Naturschutz
- Arbeitskreis
Gesellschaft - Soziales - Kultur
5. Lokale Agenda
als Chefsache
Die Lokale Agenda
gewinnt an Glaubwürdigkeit und Gewicht, wenn sie vom Kuppenheimer Bürgermeister,
Herrn Werner Trauthwein, aktiv in der Öffentlichkeit unterstützt
wird. Er kann als "Zugpferd" die Bürger am besten zur Mitarbeit
motivieren, wenn er die Agenda als sein Anliegen hervorhebt.
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| Landschaftsschutzgebiet: Kuppenheimer Forst |
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6.
Ein Agenda-Büro einrichten
In der Verwaltung
(z.B. Ordnungsamt, Bauamt) der Stadt Kuppenheim muss eine verantwortliche
Person benannt werden, die den Agenda-Prozess koordiniert und als Ansprechpartner
allen Beteiligten zur Verfügung steht.
7.
Den Gemeinderat einbeziehen
Auch nach dem Grundsatzbeschluss
zum Start der Lokalen Agenda muss der Gemeinderat als beschließendes
Organ der Stadt ständig in den Agenda-Prozess einbezogen werden. Deshalb
ist eine regelmäßige Information ganz wichtig.
8. Lokale Agenda
heißt ständige Zusammenarbeit
Die Vernetzung
und Zusammenarbeit der einzelnen aktiven Gruppierungen und Aktivitäten
ist zu gewährleisten. Das wäre die wesentliche Aufgabe eines Agenda-Büros.
9.
Forum der Bürgerbeteiligung schaffen - Agenda-Forum formuliert Leitbilder
und Handlungsfelder
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| Obstplantage beim ehemaligen Anwesen Deck |
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Der interessierten
Bevölkerung aus Kuppenheim und Oberndorf soll es möglich sein, in
offenen Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Dort können nach Schwerpunkten
bestimmte Sachthemen inhaltlich erörtert und entsprechende Maßnahmen
formuliert werden. Diese Gruppen arbeiten selbständig, tagen regelmäßig
(alle 8 Wochen ?), berichten über ihre Arbeit und Ergebnisse und machen
konkrete Vorschläge.
Die Arbeitsgruppen
oder das "Agenda-Forum" (tagt eventuell halbjährlich unter
Beteiligung von Gemeinderäten und Verwaltung) formuliert Leitbilder (z.B
Umweltverträglichkeit, Familienfreundlichkeit, Kommunikationsräume).
Daraus kann sich ein Handlungskatalog entwickeln, der sich wiederum aus Handlungsfeldern
(z.B. Lärm, Energie, Natur und Landschaft) zusammensetzt.
10. Weniger
ist mehr
Um die Motivation
zu erhalten, wäre es wichtig, sich anfangs mit kleinen Erfolgsergebnissen
zufrieden zu geben. Deshalb sollte man zu Beginn des Agenda-Prozesses nur
wenige Themen erarbeiten und sich vielleicht auf nur einen Schwerpunkt konzentrieren.
Grundsätzlich
gilt jedoch und beim Agenda-Prozess zu berücksichtigen:
- die soziale
und
- ökologische
Tragfähigkeit sowie
- die finanzielle
Nachhaltigkeit.
Afrikanisches Sprichwort
als Motivationshilfe:
"Viele
kleine Leute,
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine dinge tun,
werden das Gesicht der Welt verändern."
Heinz Wolf
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