Themen
Agenda 21
Eine
faszinierende Herausforderung vor Ort
Ein Programm auch für Kuppenheim
"Bereits vor
meinem Flug wusste ich, dass unser Planet klein und verwundbar ist. Doch erst
als ich ihn in seiner unsagbaren Schönheit und Zartheit aus dem Weltraum
sah, wurde mir klar, dass der Menschheit wichtigste Aufgabe ist, ihn für
zukünftige Generationen zu hüten und zu bewahren." (Sigmund
Jähn, Astronaut)
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| im Kuppenheimer Wald |
Was
heißt Agenda ?
Der
Begriff "Agenda" bedeutet sinngemäß "was
zu tun ist". Gemeint ist
- eine
Auflistung von Vorhaben
- ein
Handlungsplan oder
- eine
Liste von Notwendigkeiten
Die
"21" steht für das 21. Jahrhundert. In der "Agenda
21" ist festgelegt, was auf dem Weg in 21. Jahrhundert zu
tun ist, damit wir eine lebenswerte Zukunft vor uns haben. In
der
Agenda 21 wird in 40 Kapiteln beschrieben, wie die Menschen vorgehen
müssen, damit sie die miteinander vernetzten Probleme lösen
können und Leben auf der Erde fortbestehen kann. Die Agenda
21 ist also ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert.
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| Waldrand und freie Landschaft in der Kuppenheimer Vorbergzone |
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| Dornwiese bei Kuppenheim: Blick auf das Fichtetal - ein erhaltenswertes Landschaftsbild |
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Die
vernetzten Problemfelder
| Bevölkerungsentwicklung |
Treibhauseffekt |
Ozonloch |
| Waldvernichtung |
Artenverlust |
Wassermangel |
| Wüstenbildung |
Überfischung |
Armut |
| Fundamentalismus |
Analphabetentum |
Hunger |
| Frauenunterdrückung |
Unfairer
Handel |
Verschuldung |
| Flucht |
Epidemien |
Aids |
| Rüstungsproduktion |
Verkehr |
Lärm |
| Massenvernichtungsmittel |
Verschmutzung |
Zersiedlung |
| Bodenvergiftung |
Konsum |
Müll |
| Arbeitslosigkeit |
Tourismus |
Kapitalismus |
| Zinseszins |
Wirtschaftswachstum |
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| Feste feiern in freier Natur: Hockete zum 1. Mai bei den Ski-Feunden Kuppenheim |
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Die
Agenda 21 ist ein Programm der Vereinten Nationen
Auf
der Weltumweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro beschlossen über
300 Staaten, der Gefährdung des Lebens auf der Erde aktiv
entgegenzuwirken. Die dazu aufgestellte Agenda umfasst nahezu
alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereiche.
Das Schlüsselwort der Agenda ist "Nachhaltigkeit".
Es soll eine Entwicklung erreicht werden, die sich nicht selber
in den Abgrund führt, indem sie notwendige Ressourcen verbraucht
und Lebensräume vergiftet.
Agenda
21- ein weltweites Netz
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| Streuobstwiesen bei Kuppenheim - Obendorf, unmittelbar an die Wohn-Bebauung anschließend, dahinter Feuchtgebiet |
Überall
auf der Erde sollen in den Städten und Dörfern in enger
Zusammenarbeit mit Bürgern, Politik und Verwaltung lokale
Agenden aufgestellt werden. Diese sollen Handlungsrahmen für
das 21. Jahrhundert sein, damit gewährleistet ist, dass auch
die kommenden Generationen noch einen lebens- und liebenswerten
Planeten vorfinden können.
Wenn
man bedenkt. Dass unsere Ressourcen begrenzt sind, dass in vielen
Ländern Hunger und Armut herrschen und die Güter dieser
Welt sehr ungleich verteilt sind, ahnt man, wie umfangreich und
kompliziert diese Themen sind und wie schwer es sein wird, das
Agenda-Ziel auch tatsächlich zu erreichen.
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| Bach - natürlicher Wasserlauf bei Oberndorf |
Lokale
Agenda vor unserer Haustür
Die
Agenda 21 wurde als weltweites Aktionsprogramm für alle Staaten
dieser Welt formuliert. Sie kann nur durch die Menschen vor Ort
umgesetzt werden, denn das lokale Geschehen ist auch von globaler
Auswirkung.
Dort,
wo Menschen leben, wohnen, unterrichten, arbeiten, wo gekocht,
geheizt, gefahren, transportiert, gebaut, abgeholzt, gepflanzt,
gesät, gespritzt, geschürft, produziert, konsumiert
und gemüllt wird - nur dort kann mit der Verwirklichung der
Agenda 21 begonnen werden.
Das
Neue und Großartige am lokalen Agenda-Prozess ist, dass
nun alle an einem Ort bestehenden Initiativen, Gruppen, Organisationen
und Behörden zusammengeführt werden und gemeinsame Arbeitskreise
oder "Runde Tische" organisieren. Nach den jeweiligen
Möglichkeiten einer Gemeinde oder einer Stadt können
Foren für z.B. Verkehr, Naturschutz, Stadtentwicklung, Fairer
Handel, Jugend usw. eingerichtet werden.
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| Waldrand zwischen Oberndorf und Rotenfels - ein typisches Landschaftsbild |
Agenda
21 - ein Überlebensprogramm
Stellt
unsere Art zu leben eine Bedrohung für die Lebensbedingungen
auf unserem Planeten dar? Sind wir selbst gemeint, wenn es um
notwendige Änderungen geht? Wie belastend für die Erde
leben wir z.B. in Deutschland? Wenn alle Menschen so lebten wie
die Deutschen, brauchten wir fünf erdähnliche Planeten.
Das "Modell Deutschland" ist also nicht zukunftsfähig.
80
Millionen Deutsche belasten die Umwelt mehr als 1000 Millionen
Inder
Bedeutet
dies, dass wir aus Überlebensgründen nicht zulassen
können, dass auch die Menschen in den benachteiligten Ländern
unseren Lebensstil erreichen. Dazu haben wir wohl kaum das Recht.
Es
bleibt nur ein Weg:
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| Zu Fuß oder mit dem Rad die Natur genießen anstatt mit dem Auto - Spazieren gehen in Ortsnähe beim Schloss Favorite, für fast alle Kuppenheimer ohne Auto möglich |
Wir
in den reichen Ländern müssen unseren oft "maß"losen
Konsum zurücknehmen und so leben lernen, dass auch die Menschen
im Süden eine Chance bekommen, so zu wirtschaften, dass ihre
Lebensbedingungen sich entscheidend verbessern und dabei die Umwelt
nicht zusätzlich zerstört wird.
Die
Rücknahme des Konsums - und damit der Güterproduktion
- kann zu einem Gewinn an Lebensqualität führen. Was
haben wir nicht schon, dass das, was unser Leben lebenswert macht
oft tief unter Konsum- und Aktionszwang vergraben ist.
Die
Lokale Agenda - Hinter unserer Haustür
Der
Agenda- Weg führt zu uns selbst und zu unseren Familien.
Eigenes und eingefahrenes Verhalten zu ändern ist schwer,
besonders dann, wenn das Leben von Konsum und Werbung umstellt
ist. Aber gerade junge Menschen haben hier eine Chance, für
den Erhalt der Lebensbedingungen auf unserem Planeten gefährliche
Lebensgewohnheiten zu ändern.
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| Kuppenheim vom Südwesten aus gesehen - Eine 1000jährige Stadt, eingebettet in eine nahezu intakte Natur |
Möglichkeiten
für eine Familien-Agenda oder die "Persönliche
Agenda" gibt es viele, z.B.: bewusster und sparsamer Verbrauch
von Strom, Wasser ..., ggf. energiesparende Geräte kaufen,
fair gehandelte Produkte konsumieren, PKW-Nutzung verringern,
Wohntemperaturen um ein Grad oder zwei Grad senken, der Jahreszeit
entsprechende und ortsnah angebaute Lebensmittel und hergestellte
Produkte kaufen, Fleischverzehr reduzieren, möglichst ohne
Kinderarbeit und Gifte hergestellte Kleidung kaufen, Altkleider
nur an Organisationen geben, die fair-werten,...
Gemeinsam
schaffen wir es !
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| Agenda 21 - Bäume beeinflussen das Klima nachhaltig |
An
vielen Orten dieser Welt, auch in Deutschland und im Land Baden-Württemberg
ist die Lokale Agenda zum Zeichen des Aufbruchs geworden. Immer
schneller und hoffnungsvoller kommt das Agenda-Schiff in Fahrt.
Die Menschen bewegen sich und versuchen, neue Wege zu gehen. Sie
wollen nicht mehr nur Zuschauer sein. Die Ächtung der Landminen
ist ein Beispiel, wie private Initiativen zukunftsweisende Beschlüsse
zusammengebracht haben.
Aber
es gibt noch viel zu bewegen, wenn man nur z.B. an die Problemfelder
BSE, Maul- und Klauenseuche, Aids weltweit, Artensterben, Bodenzersiedlung
und den Treibhauseffekt mit seinen verheerenden klimatischen Auswirkungen
denkt. Die Bürger von Kuppenheim und Oberndorf wollen beim
Agenda-Prozess nicht außen vor sein. Deshalb fordert die
SPD-Kuppenheim endlich Nägel mit Köpfen zu machen und
das Umdenken zu koordinieren.
Beschlussvorschlag
für den Kuppenheimer Gemeinderat
Die
Verwaltung der Stadt Kuppenheim wird beauftragt innerhalb von
zwei Jahren unter breiter Beteiligung der Bevölkerung eine
lokale Agenda zu erarbeiten.
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| Am nördlichen Stadtgraben von Kuppenheim - Natur und Geschichte bilden eine Einheit |
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| ortsnahes Wohnen am nördlichen Stadtgraben |
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