Kommunales
Landschaftsbild
Murgtal
Notwendige
Idylle ?
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| In Kuppenheim und Oberndorf ist die gesamte Vorbergzone von der Überwucherung bedroht. |
Vor Weihnachten und in den letzten Wochen konnte man mehrfach auf den brachliegenden
Feldern zwischen Kuppenheim und Oberndorf Schafherden weiden sehen. Die Anlieger,
Familien mit Kindern und vorüberfahrende Radler waren entzückt von
der Idylle, die aber einen ernsten Hintergrund hat, nämlich den der Landschaftspflege.
Die letzte Sitzung
der "Gesellschaft für kommunale Zusammenarbeit Murgtal"(GKM)
begann in Forbach/Bermersbach des dort zum Zweck der Landschaftspflege privat
initiierten Vereins in dessen Ziegenstall.
Werner Roth vom
"Verein der Ziegenfreunde "erläuterte dort eingangs, weshalb
im hügeligen Gebiet seiner Gemeinde mit "Verholzungstendenzen"
Ziegen den Schafen vorzuziehen seien. Im folgenden Referat von Horst-Peter
Schmidt vom Amt für Landwirtschaft, Landschafts- und Bodenkultur Bühl
wurde den Mitgliedern des Beirats das Modell-Programm entwickelt, wie im landwirtschaftlich
kaum noch genutzten Murgtal das typische Landschaftsbild sinnvoll und kostengünstig
erhalten werden kann.
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| Auch das idyllische Fichtental läuft Gefahr, zuzuwachsen und seinen besonderen Reiz zu verlieren. |
Freie
Landschaft erhalten
Eine "Mindestflur"
zwischen Ortsbebauung und Wald, die früher aus Feldern bestand, kann
am besten durch Tierbeweidung (Schafe, Ziegen) erhalten bleiben, wobei immer
noch bezuschusste 100 Euro pro Hektar an Kosten anfallen. Die klassischen
Murgtalwiesen zwischen Forbach und Kuppenheim sind aus sozio-bioökologischen
Gründen wichtig und erhaltenswert. Die vorgestellte Konzeption berücksichtigt
dabei viele Gesichtspunkte wie
- Kleinklima
- besondere
Biotope für Pflanzen und Tiere
- besondere
geologische Landschaftselemente
- interessante
Einzelbäume, Bauwerke und Ortsbilder
- Straßenbegleitflächen
- Wiesentäler
und Seen und Weiher
wobei der Erholungswert
für den Besucher durch die Pflege schöner Ausblicke unterstützt
wird. Weidende Ziegen und Schafe sind dabei eben nicht nur idyllisch, sondern
nützliche Helfer bei der Landschaftspflege.
Stadtbahn
ab 15. Juni
Im anschließenden
Tagesordnungspunkt "Stadtbahn-Eröffnungs-Wochenende" wurden
die gesamten Festaktivitäten entlang der Strecke für den 15.und
16.Juni vorgestellt, inclusive Werbekonzept, das auf dem Karlsruher Marktplatz
ansetzen und damit zur touristischen Belebung des Murgtals beitragen soll.
Die neue Stadtbahn soll ja nicht eine "Einbahnstraße" Richtung
Karlsruhe werden, sondern die "Städter" umgekehrt auch ins
idyllische Murgtal bringen.
Text: Erika Lange
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